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Wildwasser in den Pyrenäen
Die Pyrenäen im Nordosten von Spanien zählen zu den eher unbekannteren Kajakgebieten Europas. Dies liegt sicher auch an der etwas längeren Anreise von ca. 1400 Kilometern ab Essen.
Trotzdem hat dieser abgelegene Winkel Europas einen der wenigen ganzjährig fahrbaren Wildflüsse zu bieten. Die landschaftliche Schönheit der wilden Pyrenäen und die relativ dünne Besiedlung tun ihr übriges, um die Region zu einem interessanten Reiseziel zu machen.
Die Pyrenäen trennen mit Ihren bis zu 3404 Meter hohen Gipfeln die iberische Halbinsel vom Rest Europas.
Die dort Lebenden Menschen – Basken, Katalonen und Gaskoner, prägen kulturell diese karge Bergregion. Der berühmte Pyrenäen-Bergkäse, der aus Ziegen und Kuhmilch gemacht wird, sowie luftgetrockneter Schinken, machen die Gegend auch kulinarisch interessant. Die hier noch relativ häufig vorkommenden Braunbären und Wölfe, zeugen von der Unzugänglichkeit einiger Hochtäler und abgelegener Schluchten.
Unser Standort ist in Sort, einem kleinen und vom Outdoorsport geprägten Ort am Fluss Noguera Pallaresa.
Er entspringt in der Nähe Frankreichs in knapp 3000 Metern Höhe. Durch eine Kraftwerksregulierung, bietet er auf ca. 36 Kilometern Länge ganzjährig fahrbares Wildwasser, unterteilt in vier Abschnitte. Je nach Wasserstand bietet der Noguera Pallaresa Strecken zwischen WW II und WW IV. Im Jahr 2004 wurde hier in Sort die Kajak-Rodeo WM ausgetragen. Je nach Wasserstand können alternativ auch der Galego oder Esera befahren werden. Auch hier finden wir WW II – IV.
Der Noguera Pallaresa ist ein eher wuchtiger Fluss. Je nach Kraftwerksablass variert die Wassermenge zwischen 14 und 25 Kubikmeter pro Sekunde.
Wir übernachten entweder auf dem Campingplatz in Sort in Zelten (das Wetter in den Pyrenäen ist auch im Herbst noch recht warm, siehe Wetterhistorie 2007, oder in einfachen sechs-Personen Bungalows, alternativ in einer einfachen Herberge. Die Kosten pro Übernachtung betragen pro Person ca. 15 Euro.
Wir fahren direkt von Essen aus an und bleiben dann zwei Wochen. Im letzten Jahr hat sich auch die Anreise per Flugzeug nach Barcelona als ausgesprochen praktikabel und angenehm dargestellt. Ihr müsstet dann einfach einen Leihwagen nehmen und locker zum Camp nach Sort rollen (ca. 2,5 Stunden ab Flughafen). Material könntet Ihr in diesem Fall von uns leihen oder gegen eine kleine Gebühr von uns mitnehmen lassen.
Der Bach ist unserer Meinung nach die beste Option zu dieser Jahreszeit: Spitzenwetter und, Kraftwerksbedingt, garantiert guter Wasserstand.
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